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22. April 2020
Themenübersicht:


• Wir fordern Rettungspaket für Bäckerei-Cafés

• BMAS und DGUV stellen SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard vor

• Informationen zum Thema Schulöffnung in NRW
  - Beschulung von Auszubildenden vor Prüfungen

• Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen per Telefon nun doch verlängert

• Ladenöffnung am 1. Mai

• Sicheres Reinigen von Stoffmasken

Liebe Betriebsinhaberinnen und Betriebsinhaber,
liebe Geschäftspartner,

wir befinden uns derzeit in der Phase der ersten Lockerungen nach dem „shutdown“ – gemeinsam warten wir nun auf die weitere und hoffentlich positive Entwicklung der Infizierten-Zahlen. 

Aber wir wollen natürlich auch die wirtschaftlichen Auswirkungen des shutdowns und Ihre Überwindung nicht aus dem Focus lassen. 

Wir setzen uns daher zusammen mit unserem Zentralverband und weiteren Wirtschaftsorganisationen für die verantwortungsvolle Wiedereröffnung unserer gastronomischen Bereiche ein, verbunden mit der Forderung nach weiterer finanzieller Unterstützung und der Absenkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie von 19 % auf 7 %. 

Lesen Sie hierzu und zu weiteren Themen in dieser Ausgabe von BIV kompakt.

Bleiben Sie gesund - wir backen das!


Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Hinkelmann
Landesinnungsmeister

Michael Bartilla
Geschäftsführer



Wir fordern Rettungspaket für Bäckerei-Cafés 
Zentralverband und Landesverbände kämpfen für Bäckergastronomie

Derzeit befinden wir uns in der zweiten Phase des „Shutdowns“, eine Öffnung der Bäckergastronomie ist weiterhin nicht in Sicht. Angefangen von dem DEHOGA über den Großhandel bis hin zum Handwerk fordern derzeit viele, die Gastronomie in Deutschland sukzessive und schnell wieder zu öffnen, um verheerende Umsatzausfälle auf längere Sicht zu verhindern. Damit verbunden wird die Forderung nach einer Absenkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie von 19 % auf 7 % sowie die Errichtung eines Rettungsschirms für die vor dem finanziellen Ruin stehenden Cafébetriebe.

Der Zentralverband (ZV) des Deutschen Bäckerhandwerks und die angeschlossenen Landesverbände unterstützen diese Forderungen nachdrücklich. Der ZV steht deshalb im Austausch sowohl mit dem DEHOGA, dem Großhandelsverband als auch mit den anderen Lebensmittelgewerken und dem ZDH, um unsere Position zu artikulieren und mit Nachdruck an die Politik zu geben. Hierzu

  • unterstützt der ZV den DEHOGA und dessen Forderungen.
  • unterstützt den Großhandelsverband FOODSERVICE in einem Schreiben an die Bundeskanzlerin (siehe Anlage).
  • hat der ZV sich mit einer Pressemitteilung an die Publikums- und Fachpresse gewandt (siehe Anlage).
  • wird der ZV sich gemeinsam mit den anderen Verbänden des Lebensmittelhandwerks mit einem eigenen Forderungsschreiben an die Politik wenden.
  • unterstützt eine Online-Petition des Großhandelsverbandes FOODSERVICE. Den Link zur Petition haben wir nachstehend bereitgestellt. Sie kann online innerhalb der nächsten acht Wochen von Ihnen gezeichnet werden. Unterzeichnen auch Sie.

Selbstverständlich werden wir Sie auch zu diesem Thema auf dem Laufenden halten.

zur Online-Petition
Schreiben an Bundeskanzlerin
Pressemitteilung ZV

BMAS und DGUV stellen SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard vor 
Das Bundesarbeitsministerium (BMAS) und die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) haben letzte Woche einen Arbeitsschutzstandard vorgestellt. Er stellt grundsätzliche Anforderungen an den Arbeitsschutz in Zeiten der Corona-Krise auf. Die Berufsgenossenschaften sind beauftragt, diesen Arbeitsschutzstandard branchenspezifisch zu konkretisieren und zu ergänzen. Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks steht in engem Kontakt mit der Berufsgenossenschaft Nahrung und Gastgewerbe (BGN), um sicherzustellen, dass die Kriterien auch in der Praxis umgesetzt werden können.

Alle Fragen der Umsetzung können also erst beantwortet werden, wenn die BGN ihrem Branchenstandard vorgelegt hat. Wir werden Sie über den weiteren Verlauf selbstverständlich informieren.

Das BMAS hebt folgende zehn Eckpunkte des Arbeitsschutzstandards hervor:
  1. Arbeitsschutz gilt weiter – und muss bei einem schrittweisen Hochfahren der Wirtschaft zugleich um betriebliche Maßnahmen zum Infektionsschutz vor SARS-CoV-2 ergänzt werden!
    Ein hoher Arbeitsschutzstandard ist notwendig und wird dynamisch an den Pandemieverlauf angepasst.

  2. Arbeitsschutzexperten und Arbeitsmediziner einbinden!
    Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit beraten den Arbeitgeber bei der Umsetzung des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards und unterstützen bei der Unterweisung.

  3. Der Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern wird auch bei der Arbeit eingehalten!
    In den Betrieben werden entsprechende Absperrungen, Markierungen oder Zugangsregelungen umgesetzt. Wo dies nicht möglich ist, werden wirksame Alternativen ergriffen.

  4. Abläufe werden so organisiert, dass die Beschäftigten möglichst wenig direkten Kontakt zueinander haben!
    Schichtwechsel, Pausen oder Anwesenheiten im Büro werden durch geeignete organisatorische Maßnahmen entzerrt, Kontakte der Beschäftigten untereinander werden im Rahmen der Schichtplangestaltung auf ein Minimum reduziert.

  5. Niemals krank zur Arbeit! 
    Personen mit erkennbaren Symptomen (auch leichtes Fieber, Erkältungsanzeichen, Atemnot) verlassen den Arbeitsplatz bzw. bleiben zu Hause, bis der Verdacht ärztlicherseits aufgeklärt ist. Mitarbeiter prüfen vor Arbeitsbeginn ihre gesundheitliche Situation, um ihre Kolleginnen und Kollegen nicht in Gefahr zu bringen.

  6. Zusätzlichen Schutz bei unvermeidlichem direkten Kontakt sicherstellen!
    Wo Trennung durch Schutzscheiben nicht möglich ist, werden vom Arbeitgeber Nase-Mund-Bedeckungen für die Beschäftigten zur Verfügung gestellt.

  7. Zusätzliche Hygienemaßnahmen treffen!
    Waschgelegenheiten bzw. Desinfektionsspender werden vom Arbeitgeber bereitgestellt, um die erforderliche häufige Handhygiene am Ein-/Ausgang und in der Nähe der Arbeitsplätze zu ermöglichen. Auf die verbindliche Einhaltung einer "Nies-/Hustetikette" bei der Arbeit wird besonders geachtet!

  8. Risikogruppen besonders schützen!
    Wird dem Arbeitgeber bekannt, dass eine Person einer Risikogruppe angehört, ergreift er die erforderlichen individuellen Schutzmaßnahmen.

  9. Betriebliche Beiträge zur Pandemievorsorge sicherstellen!
    Um schnell auf erkannte Infektionen reagieren zu können, erarbeiten Arbeitgeber betriebliche Routinen zur Pandemievorsorge und kooperieren mit den örtlichen Gesundheitsbehörden, um weitere möglicherweise infizierte Personen zu identifizieren, zu informieren und ggf. auch isolieren zu können.

  10. Aktive Kommunikation rund um den Grundsatz "Gesundheit geht vor!"
    Der Arbeitgeber unterstützt aktiv seine Beschäftigten. Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten haben Priorität.
Den vollständigen SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard mit 17 besonderen technischen, organisatorischen und personenbezogenen Maßnahmen können Sie unter dem nachfolgenden Link abrufen.
SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard


Informationen zum Thema Schulöffnung in NRW – Beschulung von Auszubildenden vor Prüfungen 

Vor dem Hintergrund des Beschlusses der Bundeskanzlerin und der Länder-Regierungschefs vom 15. April 2020 hat das Land NRW eine gestufte Wiederaufnahme des Betriebs von Schulen auf den Weg gebracht. 

Die Planungen für NRW sehen kurz gefasst folgendes vor: 

Am 20. April öffneten in Nordrhein-Westfalen zunächst die weiterführenden Schulen wieder, vorerst jedoch nur, damit Lehrer und Schulträger drei Tage Vorlauf erhalten, um die organisatorischen und alle weiteren notwendigen Bedingungen für eine Wiederaufnahme des Unterrichts schaffen zu können. 

Ab Donnerstag, den 23. April 2020, sollen dann die ersten Schüler der Schulen zur Vorbereitung auf ihre Prüfungen und Abschlüsse wieder in die Schule gehen können. Hinweis: Lediglich die Teilnahme an Lernangeboten in den jeweiligen Prüfungsfächern zur Vorbereitung auf die Abiturprüfungen ist freiwillig, für alle anderen Schüler ist die Teilnahme verpflichtend (Ausnahme: Vorerkrankungen). 

Sollte die Entwicklung der Infektionsraten es zulassen, dann sollen die Schulen schrittweise ab dem 4. Mai 2020 geöffnet werden – zunächst für die Schüler der Jahrgangsstufe 4, um diese Kinder so gut wie möglich auf den im Sommer bevorstehenden Wechsel auf die weiterführenden Schulen vorzubereiten.

Ausführliche Informationen finden Sie in den Schulmails des Ministeriums vom 16. und 18. April . Diese haben wir Ihnen nachfolgend verlinkt.

Beschulung von Auszubildenden an den Berufsschulen: 

Gezielt hinweisen möchten wir darauf, dass die o.g. Öffnung für Schüler zur Vorbereitung auf Prüfungen und Abschlüsse auch für die entsprechenden Auszubildenden gilt:

Unter Berücksichtigung der verfügbaren räumlichen Kapazitäten und des Personaleinsatzkonzeptes sind in den Berufskollegs mit Blick auf die jeweils nächsten Termine der zentralen und dezentralen Abschlussprüfungen sowie des schriftlichen Teils von Berufsabschlussprüfungen der Kammern und zuständigen Stellen zur Vorbereitung u.a. auch Schüler im Abschlussjahrgang der Fachklassen des Dualen Systems, die vor der Berufsabschlussprüfung stehen, im Zeitraum vom 23. April 2020 bis 4. Mai 2020 prioritär zu beschulen. Dies ist kein freiwilliges Angebot, die Teilnahme ist vielmehr verpflichtend.

Wir gehen davon aus, dass Sie und/oder Ihre Auszubildenden dazu zeitnah eine Information Ihres zuständigen Berufskollegs bekommen bzw. bereits erhalten haben.

Unsere Erste Deutsche Bäckerfachschule in Olpe wird Ihren Betrieb parallel zu den öffentlichen Schulen in den nächsten Tagen und Wochen ebenfalls langsam wieder aufnehmen, sobald uns die entsprechenden Rahmendaten zur Verfügung stehen, werden wir Sie darüber umfänglich informieren.

Mails des Ministeriums

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen per Telefon nun doch verlängert
Die Sonderregelung zur telefonischen Krankschreibung war nicht verlängert worden. Da dies für viel Kritik gesorgt hat, sollen Krankschreibungen wegen Erkältungen in der Corona-Krise nun doch weiterhin auch per Telefon möglich sein. Das teilte der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses im Gesundheitswesen (G-BA), Josef Hecken, mit. Die Sonderregelung sollte eigentlich auslaufen, werde nun aber doch noch einmal bis vorerst 4. Mai verlängert. Die Dauer einer telefonischen Krankschreibung ist auf eine Woche begrenzt und kann bei fortdauernder Erkrankung einmal verlängert werden.

Ladenöffnung am 1. Mai 

Am 1. Mai ist eine Ladenöffnung von 5 Stunden Zeitkorridor gemäß der örtlichen Regelung mit der Kommune, wie an Sonntagen, erlaubt. Zudem erlaubt der Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales vom 17.03.2020 aufgrund der aktuellen Situation der Corona-Pandemie Geschäften des Einzelhandels für Lebenbsmittel bis auf weiteres auch die Öffnung an Sonn- und Feiertagen in der Zeit von 13 Uhr bis 18 Uhr.


Sicheres Reinigen von Stoffmasken 

Die Mund-Nase-Abdeckung oder Community-Maske aus Stoff wird immer häufiger getragen und ist ein sinnvoller Ersatz für die OP-Masken. In vielen Bundesländern ist eine Mund-Nase-Abdeckung bereits Pflicht. Auch in vielen Situationen am Arbeitsplatz wird sie getragen. Anders als die OP-Masken, die nach einmaligem Tragen von maximal zwei Stunden entsorgt werden, werden Stoff-Masken auch über einen längeren Zeitraum und wiederholt getragen. Es besteht daher die Gefahr, dass sich Keime und andere Krankheitserreger festsetzen. Deshalb ist es wichtig, Stoff-Masken regelmäßig und richtig zu reinigen. Wie reinigt man Stoff-Masken richtig?

In der Waschmaschine
möglichst täglich bei mind. 60 %
in der Sonne trocknen oder bügeln

Im Backofen
30 Minuten bei 80° C im vorgeheizten Ofen

In der Mikrowelle
Maske über eine Wasserschale legen
mind. 3 Minuten bei hoher Wattzahl
Achtung: Nicht für Masken mit Metallbügel!

Mit dem Bügeleisen
gründlich bei mind. 165° C bügeln
(Nur, wenn Reinigung in der Waschmaschine, im Ofen oder in der Mikrowelle nicht möglich ist.)


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Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

 

Bäckerinnungs-Verband Westfalen-Lippe
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