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07. Mai 2020
Themenübersicht:


• Öffnung der Cafés für kommenden Montag geplant

• Face-Shield statt Mund-Nasen-Bedeckung nur in Ausnahmefällen


Liebe Betriebsinhaberinnen und Betriebsinhaber,
liebe Geschäftspartner,

wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass eine Cafeeröffnung ab Montag, dem 11. Mai 2020, wieder möglich sein soll. In der gestrigen gemeinsamen Konferenz der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten wurde beschlossen, dass die genaue Vorgehensweise zu weiteren Lockerungen auf Länderebene entschieden werden soll.

Sobald uns konkrete Vorgaben für die Caféöffnung vorliegen, lassen wir Ihnen diese zukommen.

Bleiben Sie gesund - wir backen das!


Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Hinkelmann
Landesinnungsmeister

Michael Bartilla
Geschäftsführer



Ministerpräsident Armin Laschet stellt
Nordrhein-Westfalen-Plan vor

Öffnung der Cafés für kommenden Montag geplant
Mit einem maßvoll abgestuften Plan sollen in Nordrhein-Westfalen in den kommenden Tagen und Wochen die Anti-Corona-Maßnahmen geöffnet werden. Der Nordrhein-Westfalen-Plan sieht für die einzelnen Bereiche unterschiedliche Stufen mit Zieldaten vor, die abhängig von der weiteren Entwicklung des Infektionsgeschehens umgesetzt werden sollen. Dieses Vorgehen bietet den Bürgerinnen und Bürgern in Nordrhein-Westfalen gleichzeitig Gesundheitsschutz sowie Planbarkeit und Verlässlichkeit für das wirtschaftliche und öffentliche Leben. Die Landesregierung bezieht alle Bereiche des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens sowie die regionale Entfaltung in die stufenweise Öffnung ein. Die zentralen Ziele der Strategie bleiben die Eindämmung der Ausbreitung des Virus und der Ausbau der Kapazitäten des Gesundheitssystems.

Für unser Bäckerhandwerk bedeutet das:

Ab dem 11. Mai 2020 soll die Öffnung des gastronomischen Angebotes und somit auch die Öffnung unserer Bäckerei-Cafés und Bistros wieder möglich sein, sowohl im Innen-, wie auch im Außenbereich. Voraussetzung ist, dass die Einhaltung des Abstandsgebots gewährleistet ist und ein Infektionsschutz- und Hygiene-Konzept durch die Betriebe vorliegt. Buffet-Angebote mit offenen Lebensmitteln bleiben nicht zulässig.

Die detaillierten Voraussetzungen, die für eine Öffnung des Gastronomiebereiches notwendig sein werden, stellen wir Ihnen nach Bekanntgabe zur Verfügung.

Face-Shield statt Mund-Nasenschutzbedeckung
Anwendung nur unter bestimmenten Voraussetzungen möglich

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) hat in einer Auslegungshilfe Kriterien definiert, wann ein so genanntes Face-Shield bzw. Gesichtsvisier eine erforderliche Mund-Nase-Bedeckung ersetzen kann. Folgende Auslegung können Sie nach Auskunft der BGN zugrundelegen: 

Face-Shields, die das gesamte Gesicht abdecken, können als zulässiger Ersatz für eine Stoffmaske verwendet werden, 

  • wenn es im Einzelfall erforderlich ist.
  • wenn der Arbeitnehmer einer erhöhten Belastung ausgesetzt ist (die BGN nennt hier ausdrücklich die Backstube als Beispiel).
  • wenn der Arbeitnehmer aus gesundheitlichen Gründen keine Stoffmaske tragen kann (z. B. Asthma).
    oder
  • wenn andere relevante Gründe vorliegen (z. B. das Tragen von Hörgeräten).

Das Face-Shield muss das Gesicht vollumfänglich bedecken. Das schließt leider die Verwendung von sog. Mini-Shields, die nur von der Nasenspitze zum Kinn reichen, aus.  Jeder Beschäftigte, der ein Face-Shield trägt, muss ein persönliches verwenden, dass nur er trägt. Die regelmäßige und ordnungsgemäße Reinigung und Aufbewahrung sind sicherzustellen.
Bitte beachten: Diese Kriterien stellen nur eine Auslegungshilfe dar. Auf Landesebene können durchaus abweichende Regelungen geschaffen werden. 

Die aktuelle Coronaschutzverordnung NRW in der ab dem 04.05.2020 gültigen Fassung regelt hierzu für das Bäckerhandwerker folgendes: 

"Inhaber und Beschäftigte sowie Kunden und Nutzer sind in Verkaufsstellen und Handelsgeschäften zum Tragen einer textilen Mund-Nase-Bedeckung verpflichtet."

Damit scheiden Face-Shields in NRW aus. Die Verpflichtung kann für Beschäftigte nur dann entfallen, wenn gleich wirksame Schutzmaßnahmen (Abtrennung durch Glas, Plexiglas o.ä.) bestehen. 

Anmerkung:
 
Diese Erleichterung meint nicht die vorhandenen Abtrennungen durch Glas, Plexiglas ("Spuckschutz") zwischen Personal und Kunden, sondern würde eine zusätzliche Abtrennung zwischen dem jeweils eingesetzten Personal erfordern. Arbeitet ein/e VerkäuferIn allerdings alleine hinter der Verkaufstheke kann die Mund-Nase-Bedeckung theoretisch entfallen, wenn zur Kundschaft ein Mindestabstand von 1,5 Metern und eine Abtrennung durch Glas, Plexiglas o.ä. ("Spuckschutz") besteht. Wie in den letzten Ausgaben von BIV kompakt bereits erläutert, empfehlen wir diese Vorgehensweise aus den bekannten Gründen allerdings ausdrücklich nicht.



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